Editorial
Liebe Leserinnen und Leser
Das Jahr 2011 ist Geschichte. Es hat unserer Brass Band Szene zwei äusserst erfolgreiche Höhepunkte beschert. Wir durften mit dem EuroFestival 2011 landesweit eine Woche mit hervorragenden musikalischen Anlässen erleben, angefangen mit dem Dirigentenwettbewerb über das Lager und die Konzerte der Europäischen Jugend Brass Band, über die künstlerisch und musikalisch beeindruckende Eröffnungsfeier im Schloss Chillon bis hin zu den grossartigen Wettbewerben, Konzerten und dem überwältigenden Galakonzert im Auditorium Stravinski in Montreux. Aus diesen Anlässen konnte unsere Bewegung internationales Ansehen und Kraft für die Zukunft gewinnen.
Mit dem Schweizerischen Brass Band Wettbewerb 2011 im Montreux Music and Convention Centre erlebten wir einen weiteren Höhepunkt. Ein Grossanlass mit hervorragenden musikalischen Darbietungen und grossartigen Titelgewinnern. Mit dem Ensemble de Cuivres Valaisan gewann eine Band in der Höchstklasse, welche diesen Titel nach 1999 erst zum zweiten Mal gewinnen konnte und sicherte sich damit die Einladung, unser Land am Europäischen Brass Band Wettbewerb 2012 in Rotterdam zu vertreten. Ich wünsche der Band jetzt schon viel Erfolg bei diesem Grossanlass und viel Spass bei der Vorbereitung.
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich im Namen unserer Redaktion ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2012.
Ihr Kurt Bohlhalter
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Lust auf Show &
Unterhaltung
Das Interesse, selber einmal Jurymitglied bei einem Brass Band Wettbewerb
zu sein und dabei ganz nach
eigenem Geschmack zu bewerten
war derart gross, dass der Brass
Band Wettbewerb in Birmenstorf AG
bereits ausverkauft ist.
Am 12. Grossen Preis von Birmenstorf
können beinahe 600 Besucher dieser Lust
freien Lauf lassen. Das Publikum darf
nämlich die drei Bands nach deren Auftritt
nicht nur musikalisch sondern auch bezüglich
Show bewerten. Es soll diejenige
Brass Band gewinnen, welche die Aufgabe
Brass Musik Show zu bieten, am besten
löst. Die drei teilnehmenden Bands aus der
Höchstklasse haben je 25 Minuten Zeit um das Publikum von ihrem Vortrag zu
überzeugen.
Das Wettbewerbsprogramm ist dem Veranstalter nicht bekannt und alle sind daher sehr gespannt, mit welchen Ideen die drei Teilnehmerinnen – die Oberaargauer Brass Band als Titelverteidigerin, die Brass Band Berner Oberland und die Brass Band MG Risch-Rotkreuz – aufwarten werden.
Wer wird wohl am 28. Januar den Titel am 12. GP von Birmenstorf gewinnen? Vor der Rangverkündigung und dem Finale werden sich die drei Bands zu einer Massed Band zusammenschliessen und ein Feuerwerk an Brass Band Literatur zum Besten geben. Informationen sind auf der Homepage www.gp-birmenstorf.ch zu finden.
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Scottish Open Brass Band Championships
Das Durchführungswochenende des Scottish Open und des Jugend Brass Band Wettbewerbs fällt seit jeher mit dem Schweizerischen Brass Band Wettbewerb und mit den Belgischen Landesmeisterschaften zusammen.
Dieses Jahr wurde der Titel erstmals nach Wales entführt. Die walisische Tongwynlais Temperance Band unter der Leitung von Philip Harper gewann den Titel souverän vor der einheimischen Co-operative Funeralcare Band und der Exchange Communications Withburn Band. Insgesamt haben 16 Bands am beliebten Wettbewerb im schottischen Perth teilgenommen. An diesem Wettbewerb ist das angewandte Jurysystem eine weitere mögliche Version, denn die drei Juroren vergeben direkt und einzeln ihre Rangierung und diejenige Band und Gewinnerin ist jene Band, die die niedrigste Totalrangpunktzahl erreicht.
Mehr können Sie in der aktuellen Ausgabe der BB-Zeitschrift lesen....
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La Lyre de Courtion rencontre
Puccini en février
Un pari
audacieux
tenté par un
Brass Band
fribourgeois
Pour fêter dignement son 90e anniversaire,
La Lyre paroissiale de Courtion tente un
pari osé. Cet ensemble de 2ème catégorie
Brass Band «rencontre Puccini» en février
prochain. La Lyre va en effet offrir à son
public, les 17, 19 et 24 février une des plus
belles oeuvres du répertoire de l’opéra,
Turandot, de Giacomo Puccini. Le Brass
Band de Courtion entend ainsi montrer que
«nos fanfares fribourgeoises» peuvent
sortir de leur carcan traditionnel pour
monter des projets audacieux.
Raoul Berset
La fanfare de Courtion souhaite marquer de cette façon ses 90 ans d’existence au plan historique et musical et offrir un évènement culturel unique dans la région. Musicalement, le point fort des diverses festivités sera l’opéra Turandot, du compositeur toscan Giacomo Puccini, arrangé pour la toute première fois pour une formation Brass Band par le directeur de La Lyre, Dominique Morel. Ce spectacle, d’environ 2 heures, réunira trois solistes professionnels de renommée internationale dans les rôles principaux et quatre trompettistes de scène, accompagnés par la formation de Courtion.
Reportage détaillé voir l'édition actuelle du magazine...
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La Lyre de Courtion trifft im
Februar auf Puccini
Eine mutige
Herausforderung
für eine
Freiburger
Brass Band
Zu ihrem 90. Geburtstag schenkt sich die
Lyre Paroissiale de Courtion ein
aussergewöhnliches Geschenk.
Im kommenden Februar wird die Brass
Band eines der schönsten Werke Puccinis in
Szene setzen. Das Publikum wird am 17., 19.
und 24. Februar mit der Oper Turandot von Giacomo Puccini verwöhnt. Mit dieser
mutigen Opernaufführung wird La Lyre de
Courtion aufzeigen, dass sie nebst dem
traditionellen Brass Band Repertoire auch
in neuartigen und wagemutigen Projekten
zu beeindrucken weiss.
Raoul Berset
Die Musikgesellschaft Courtion will mit einem kulturell einzigartigen Jubiläum in der Region die 90 Jahre ihrer Existenz feiern. Der musikalische Höhepunkt des ganzen Jubiläums stellt natürlich die Oper Turandot vom toskanischen Komponisten Giacomo Puccini dar. Dieses Werk wurde von Dominique Morel, dem Dirigenten der Lyre de Courtion, erstmals für eine Brass Band arrangiert. Die ungefähr zweistündige Aufführung wird drei international anerkannte Solisten in den drei Hauptrollen und vier Trompeten von der Band begleitet auf der Bühne vereinigen.
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Aus der Sicht
der Juroren Teil 1
In den letzten Jahren gab es innerhalb der Brass Band
Bewegung im Vereinigten Königreich immer wieder
Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf
Bewertungen und Experten. Rodney Newton recherchiert das
Thema und spricht mit einigen prominenten Experten aus
Grossbritannien über ihre Sichtweise.
Rodney Newton
Das Thema ist in Grossbritannien auch heute noch sehr aktuell, weshalb sich 14 verschiedene Persönlichkeiten aus der Brass Band Szene an seiner Arbeit beteiligt haben. Wir wollen Ihnen die interessanten Beiträge und Aussagen der einzelnen Juroren ungekürzt vermitteln, weshalb sich dieser Artikel auf mehrere Ausgaben verteilen wird.
In Grossbritannien gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Jurysysteme: «offen » (normalerweise bei Unterhaltungswettbewerben) oder «geschlossen» (normalerweise bei nationalen Wettbewerben). Die Anzahl Experten kann variieren: zwei bis drei Juroren in einer Box oder zwei bis drei Juroren in separaten Boxen oder aber auch ein einzelner Experte für sich alleine. In britischen Wettbewerben treten normalerweise Experten mit langjähriger Erfahrung auf, doch in jüngerer Zeit erlebten wir eine «Blutauffrischung», in dem jüngere Experten mit unterschiedlichem musikalischem Hintergrund als Juroren aufgetreten sind. Es ist auch nicht mehr – wie einst – eine reine Domäne von Männern, denn in den letzten Jahrzehnten sind vermehrt auch Frauen in dieser Funktion aufgetreten.
Wie ist es also, als Experte zu arbeiten? Diese Frage habe ich einer Anzahl führender Experten in Grossbritannien gestellt und fragte nach ihrer Sicht der Dinge und eventueller notwendiger Veränderungen.
James Scott ist nun als Juror zurückgetreten, doch über viele Jahre war er ein regelmässiger und überaus respektierter Juror in der «Box» bei zahlreichen bedeutenden Wettbewerben gewesen. Seinen ersten Einsatz als Experte hatte er im Jahr 1974 in der 2. Klasse beim regionalen Ausscheidungswettbewerb der Region Nord-Ost.
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